Spieleforschung in Deutschland

Sieht man mal von den üblichen Gewalt in Spielen Diskussionen ab, sind digitale Spiele ein relativ unerforschtes Thema. Das verwundert um so mehr als das sich der Spielemarkt weltweit (und auch in Deutschland) sehr hoher Zuwachsraten erfreut.

Deshalb habe ich zur Games Convention ein paar wissenschaftlichere Meldungen und Webseiten zusammengetragen:

  • Aktuell: Computerspiele fördern Denkprozesse - auch schön, dass sich hier ein Professor gegen die stereotyp-anmutende Spiele-Gewalt-Diskussion ausspricht.
  • Spannende Aussagen zeigt der GfK Media*scope 2007, von dem ein Teil beim Münchner Kreis zum Thema „Spielend die Zukunft gewinnen“ vorgestellt wurde, hier einige Kernaussagen und der Link zu mehr Details:
    • Der Computer- und Videospielemarkt weist in den letzten 5 Jahren mit 42% das höchste Wachstum im Entertainment-Bereich auf und hat seinen Anteil am Medienbudget mehr als verdoppelt
    • Der Markt hat in den letzten 10 Jahren seine Zielgruppe mit einem Zuwachs von rund 5 Mio. Konsumenten deutlich erweitert
    • Kernzielgruppe bleiben die Jungen Männer – Frauen und ältere Konsumenten-Gruppen gewinnen aber kontinuierlich an Bedeutung
    • Innerhalb des Marktes verschieben sich die Anteile immer stärker vom PC in Richtung Konsolen- und insb. Handheld Spiele

  • Verschiedene Studien zum Thema finden sich auf der Seite von Electronic Arts, wobei die Studien i.d.R. mit unabhängigen Forschungsinstituten durchgeführt werden. Dort findet man u.a. Spieler im europäischen Vergleich und eine Spielertypologie für Deutschland. Sehr interessant.

  • Und für die Praktiker: Der Deutsche Entwicklerpreis wird jährlich an deutsche Entwickler von Computerspielen verliehen, die innerhalb des vorhergehenden Jahres ein herausragendes PC- oder Konsolenspiel auf den Markt gebracht haben, wobei nicht der kommerzielle Erfolg entscheidend ist.

Zwei weitere Links für spezielle Zielgruppen:

Last not least mein eigenes Projekt:

Ich beschäftige mich in meiner Dissertation (an der TU München) mit der zur Akzeptanz digitaler Spiele im Altersgruppenvergleich. Dafür habe ich einen Online-Fragebogen erarbeitet mit dem ich die Meinungen von Spielern und Nicht-Spielern jeden Alters abfragen möchte. Ich freue mich über jede Unterstützung:

Hier könnt ihr den Fragebogen ausfüllen.

Jeder Teilnehmer bekommt - sofern gewünscht - die Ergebnisse der Studie. Des Weiteren gibt es nach dem Ausfüllen des Fragebogens personalisierte Linktipps und unter allen Teilnehmern werden Amazon-Gutscheine im Wert von 1 x 50 € und 10 x 10 € verlost.

 

2 responses to “Spieleforschung in Deutschland”

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